25.05.2013

Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:

 La Soup Populaire und Soya Cosplay.

Nun kursiert das Gerücht,

dass die Tage von Goldneun

am Alex gezählt sind. Sehr schade!

13.05.2013

Wieder was Neues im alten Westen!

Die Vesper Bar eröffnet heute Abend

am Kurfürstendamm 160. Nur

geladene Gäste sind heute willkommen,

ab morgen kann jeder in die Bar im Bond-Stil.

18.04.2013

Designunterkunft

F-Hain Loft | Wenn‘s mal kein Hotel sein soll

       21. Oktober 2012       

In Friedrichshain vermieten zwei Dänen ein schickes Loft für Berlinbesucher – Designermöbel und Errungenschaften der Vormieter inklusive.

Im Hinterhof der Kadinerstraße ist es, trotz Baustelle, angenehm still. Wenn man sich etwas unsicher durch den gepflegten Hinterhof zur angegebenen Hausnummer vortastet, macht sich trotzdem ein bisschen Spannung und das Gefühl, beobachtet zu werden, breit – spätestens, wenn es ans Öffnen der fremden Tür geht.

Denn im F-Hain Loft wartet, anders als im Hostel oder Hotel, keine dauerlächelnde Rezeptionistin auf die Gäste. Die Kontaktaufnahme mit den Betreibern Lasse Svensson und Kim Sondergeld, die aus Dänemark stammen, erfolgt per Mail, und auf diesem Wege werden vor dem Aufenthalt auch alle relevanten Fakten gesendet. Was durchaus seinen Reiz hat, denn so kann man ganz selbstverständlich eine fremde Wohnung betreten und sich ausbreiten, ohne Small-Talk bei der Ankunft.

Der Effekt beim Betreten des Lofts unterscheidet sich definitiv vom gängigen Hotelbesuch: Erst mal wird gestaunt, denn die 101 qm große Wohnung ist wirklich ein Hingucker. Glänzend weißer Boden, hohe Decken, überlebensgroße Fenster an der gesamten Front, eine offene Küche und stilvolle Designermöbel. Die meisten hat Inhaber Lasse Svensson entworfen – so auch das formschöne Bett aus dunklem Holz. Dazu gesellen sich ausgesuchte Accessoires, etwa ein wuchtiger Scheinwerfer auf dem Boden oder verspielte Plastikpferdchen im Regal. So steht am Anfang eines jeden Besuchs eine kleine Entdeckungsreise.

Und das ist laut Lasse und Kim auch so gewollt, denn die Wohnung gleichzeitig eine Art Showroom, in der die frisch designten Möbel auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden. Die Idee zur ungewöhnlichen Unterkunft kam Lasse Svensson bei seinen eigenen regelmäßigen Berlinbesuchen: Statt sich permanent bei Freunden einzumieten oder ein langweiliges Hotelzimmer zu buchen, wollte er etwas Eigenes – und da es zu schade wäre, die schöne Wohnung leer stehen zu lassen, wenn er selbst wieder in Kopenhagen weilt, wollte er auch andere Berlinbesucher daran teilhaben lassen.

Einen Fernseher gibt es (leider) nicht, dafür aber andere Möglichkeiten der visuellen und akustischen Beschäftigung. Wer eigene Musik hören will, wird sich über die fähige Anlage freuen, die dank der in Deckenhöhe angebrachten Boxen für wirklich guten Sound sorgt. Auch stehen zahlreiche Magazine und Bücher im Regal. Das Bad fügt sich mit seinen schicken Armaturen und einem überdimensionalen Spiegel optisch ebenfalls ins Konzept. Und eine Badewanne ist ja sowieso immer nett, gerade nach anstrengendem Sightseeing.

Auf Entdeckungsreise kann man übrigens auch in den Schränken gehen, in denen sich so einiges Überraschendes sammelt. Dinge wie der Fön oder Gewürze und Öl sind natürlich willkommen, schließlich lädt die Küche zum ausgedehnten Kochen ein. Sogar Fischstäbchen liegen im Froster. Außerdem wird so eine angenehm persönliche Atmosphäre geschaffen. Ein bisschen zu persönlich sind nur das Paar fremder Socken im Schlafzimmerschrank und die leicht lädierten Wattestäbchen im Bad (keine Sorge, benutzt waren sie nicht, sondern haben wohl nur harte Reise in irgend einer Reisetasche hinter sich gebracht).

Ein bisschen schade ist es immer, wenn etwas nicht funktioniert. So lässt sich das Internet via WLan, trotz vorhandenem IT-Wissen, nicht in Gang bringen. Auf Nachfrage kommt zwar ein freundlicher Rückruf vom Inhaber persönlich, leider hat er aber auch keine Lösung parat, denn Schuld an den Zicken des Internets sei die Baustelle nebenan. Kein Problem für Gäste, die Besseres zu tun haben, als vor dem Computer zu hängen – blöd nur für diejenigen, die ihren Aufenthalt auch fürs Arbeiten nutzen wollen. Das Problem soll aber, das versprechen die Inhaber, künftig gelöst werden, um einen reibungslosen Zugang zum Internet zu ermöglichen.

Ansonsten ist das F-Hain Loft eine willkommene Abwechslung zur Standardunterkunft und wird vor allem Fans von modernem Design und einem durchdachten Raumkonzept begeistern. Und es kann durchaus inspirierende Wirkung haben, was Sätze wie „so ein Regal will ich auch in meiner Wohnung!“ beweisen. Die Preise sind mit 120 bis 140 € pro Nacht (für zwei bis vier Personen) durchaus moderat.

(isi)

F-Hain Loft, alle Infos und Kontakte unter www.f-hain.dk.

Möbeldesign von Lasse Svensson: www.e601.dk


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