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die neue Ausgabe unseres
Brandenburg-Magazins
Der Fritz endlich erhältlich.
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Wo die Dumpling-Manufaktur ist,
haben wir mittlerweile herausgefunden:
Es ist die Dunckerstraße 60.
Nur wann sie eröffnet,
steht leider noch nicht fest.
LIPGLOSSE NO. 13
02. März 2012
Ich finde es lächerlich und auch nicht zeitgemäß, wenn Männer sich um das Thema Beauty und Hygiene zu drücken versuchen, indem sie behaupten, es sei „unmännlich“ oder „schwul“. An dieser Stelle sei gesagt, dass es a) sehr männliche schwule Männer gibt und es b) keine Frau toll findet, wenn „Schwulsein“ abwertend eingesetzt wird. Ich finde es extrem uncool, wenn Männer sich Schwulen gegenüber ablehnend verhalten. Es liegt in solchen Fällen die Vermutung nahe, dass sie selbst ungelöste Issues haben ... Aber das ist ein Thema für eine andere Kolumne. Die meisten haben ja inzwischen durchaus verinnerlicht, dass zur Körperpflege mehr gehört als Kernseife und Rasur. Ich war kürzlich in Los Angeles. Es ist dort Gang und Gebe, dass Jungs regelmäßig zum „Mens grooming“ gehen. Wo Nasenhaare und andere schreckliche Dinge entfernt werden. Über die paar armen Seelen, die sich allen Ernstes ihre Fingernägel lackieren, wollen wir hier mal milde hinwegsehen. Es war ja kürzlich in den Morgenzeitungen auch nachzulesen, dass eben diese „Lackierten“ natürlich früher oder später von ihren Frauen verlassen werden.
Versteht mich jetzt bitte nicht falsch – wir wollen natürlich immer noch Kerle und keine Seidenäffchen mit gezupften Augenbrauen oder gar der schlimmst möglichen Beautysünde, die ein Mann nur begehen kann, gefärbten Haaren! Entsetzlich. Das wirkt immer mitleidserregend. Graue Schläfen sind sexy. Gefärbte Gockel sind unfuckable. Wenn man aber bedenkt, was alles in das Basis-Maintenance-Programm von Frauen fällt, freut man sich doch als Mädchen durchaus über die pedikürten Füße des Liebsten. Das verstehen viele Männer auch noch. In der Regel endet die dahingehende Emphatie bei der Maniküre. Völlig grundlos, wie ich finde. Ich habe kürzlich mit einer Freundin und ihrem Mann über den Inhalt der heutigen Kolumne gesprochen und rausgefunden, dass auch er seine Hände im Spa seines Vertrauens pflegen lässt. Was er davon hat? Eine noch vergnügtere Gattin und mit großer Sicherheit auch das gute Gefühl, gepflegt zu sein. Es muss eben alles selbstverständlich und cowboymäßig sein. Natürlich tauschen Männer sich, ganz anders als Frauen, nicht über Spa Besuche aus. Um Himmels willen, nein! Es ist wie mit Friseurbesuchen. Ein Mann erwähnt diesen (wenn überhaupt) nur, wenn es inhaltlich Sinn ergibt: „Wahnsinns Frau heute in der xy-Straße gesehen!“ Darauf die anderen Jungs: „Echt?! Geil. Was hast du denn in der xy-Straße gemacht?!“ Er: „Ich war beim Friseur.“ „Ach. Und? Hast du ihre Nummer?“ Wenn Frauen einen Friseurbesuch erwähnen (und das tun fast alle), folgt IMMER eine Geschichte! „Hab ewig gewartet bis ich einen Termin bekam; der Jens schneidet nicht mehr gut, bin jetzt bei Kai; er hat toll/schlecht geföhnt; ich hab Rahel getroffen. Sie hat Extensions, das wusste ich schon immer!!“ ... Und und und ...
Ich finde, wenn Männer bei der Pflege ein paar Grundregeln einhalten, reicht das schon. Es gibt ein tolles Produkt von Clarins, dass ich schon mehrfach verschenkt habe: Rêves d'Homme. Es wird abends nach der Reinigung aufgetragen. Es macht die Barthaare weicher und verlangsamt das Nachwachsen. Die Haut bekommt zudem reichlich Feuchtigkeit und wird geschmeidiger. Somit wird die Rasur erleichtert und außerdem die Liebste geschont. Ansonsten reicht ein nicht fettendender Moisturizer und eine Augenpflege. Gerne auch abschwellend, wie zum Beispiel das Eye-Energy Serum von Molton Brown, gegen den Basset Look. Männer sollen gut riechen, ohne zu parfümiert zu wirken. Ich liebte Shiseiso Basala. Das gibt es leider nicht mehr. Auch schön ist die Black Pepper-Serie von Molton Brown, die Aqua di Parma-Düfte und einige von Tom Ford, und fast alle von Hermes. Manchmal reicht es, die Duschgele der jeweiligen Serie zu benutzen und ein After Shave. Die schlauen Marketing Leute helfen ja auch, den weniger beauty-affinen Herren zu ermutigen. Viele Produkte sind denen für Frauen sehr ähnlich, bekommen aber coolere Namen und Verpackungen. Die meisten Frauen mögen einen toughen Kerl, trotzdem darf er zarte Haut haben. Das Axe Snake Body Peeling einfach als Duschgel verwenden. Wirkt Wunder. Da Deutschland wieder mal noch nicht so weit ist, kauft es online: www.my-food-online.de. Für das Gesicht ist das Refining Facial Scrub von Bullocks toll. Bullocks ist die Herrenlinie der tollen Cowshed-Produkte. Zahnhygiene will ich gar nicht hier mit aufführen. Wenn ein Typ das nicht von seiner Kindergärtnerin und/oder Mutter eingetrichtert bekommen hat, kann man nicht mehr viel für ihn tun. Ich jedenfalls nicht. Ich setze gepflegte Zähne voraus. Wo kämen wir da auch hin? Die wirklich eingeweihten achten bitte auf das regelmäßige eincremen ihrer Ellenbogen. Das finde ich wichtig. Es gab mal einen Mann in meinem Leben, der das ähnlich sah und seine Ellenbogen nach dem Duschen großzügig mit meiner Augencreme, die sich preislich im höheren dreistelligen Bereich bewegte, eincremte. Also noch mal zum Mitschreiben an alle Jungs: Ihr könnt durchaus ganz famose und gepflegte Ellenbogen haben, wenn ihr eine 08/15-Creme verwendet, sie muss KEINEN Kaviarextrakt enthalten!
Falls Eure Freundin keinen expliziten Rex Gildo-Fetisch hat, geht bitte auch nicht ins Solarium. Also zumindest nicht so, dass man es sehen kann. Finden Frauen unsexy. Habt ihr Euch mal gefragt, warum es immer die Surflehrer, Tauchlehrer, Tennislehrer etc. sind, die einen Schlag bei Frauen haben? Sicher nicht, weil sie so sehr auf ihr Äußeres bedacht sind, sondern weil sie cool genug sind, entspannt und selbstverständlich damit umzugehen. Konkurriert also bitte in Sachen Beauty nicht mit uns Frauen. Das ist erstens völlig aussichtslos und zweitens lieben wir Euch wegen wesentlich substantiellerer Dinge.
Marie Wellman

Marie Wellmann, die schönste Kolumnistin der Welt,
präsentiert Ihnen jede Woche ihre hilfreichen
Tipps, um noch schöner zu werden.
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