Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Wieder was Neues im alten Westen!
Die Vesper Bar eröffnet heute Abend
am Kurfürstendamm 160. Nur
geladene Gäste sind heute willkommen,
ab morgen kann jeder in die Bar im Bond-Stil.
Lipglosse Nº11
29. August 2011
Ich hatte an sich ein anderes Thema für diese Woche geplant. Aber aus gegebenem Anlass muss ich mir jetzt ein für alle Mal ein wahnsinnig lästiges Thema von der Seele schreiben.
Wenn Sie auch finden, dass Frauen sich durch Make-up und Co. zu Lustobjekten herabsetzen, dann lesen Sie schön die Emma und laben sich an der Intoleranz irgendwelcher „Salon Emanzen”. Die ja Ihre Frustration und Bitterkeit auch noch in Talkrunden anderer Artgenossinnen, sonntags abends im Öffentlich-Rechtlichen über uns auskippen. Warum sonntags abends? Ich vermute, weil Sie kein Date haben. Daher auch die Bitterkeit. Auf dem Bau würde man den letzten Satz wohl deutlich drastischer formulieren.
Nicht dass Sie mich falsch verstehen. Ich bin absolut dafür, sich für entrechtete Frauen einzusetzen. Und ja- die Schweiz hätte durchaus auch schon vor 1990 ein Wahlrecht für Frauen in allen Kantonen durchsetzen sollen. Aber um die tatsächlich Entrechteten geht es hier gar nicht, sondern: Woher kommen die Vorurteile und die Aggression von (meist linksalternativen) Latzhosenträgerinnen gegenüber Frauen, die auf ihr Äußeres Wert legen? Umgekehrt habe ich noch keine gestylte Schönheit erlebt, die sich darüber mokiert, dass eine Frau einen asymmetrischen Haarschnitt und einen Holzohrring trägt.
Warum haben so viele Frauen - wohlgemerkt im Jahr 2011- den Drang, tougher als alle männlichen Kollegen zu sein? Ich finde in dem Moment, in dem man sich ein „Label” geben muss, stimmt doch schon was nicht. Entweder man verkörpert und lebt etwas, oder eben nicht. Man muss es doch den Mitmenschen nicht permanent durch betont unweibliches Styling beweisen. Man sollte sich doch freuen eine Frau zu sein, mit all den Stolpersteinen die eben dazu gehören.
Eine Hausfrau, die etwas so substantielles wie eine Familie managt, Ihrem Ehemann den Rücken freihält und es dann noch schafft, zum Friseur und zum Sport zu gehen, ist doch tausendmal emanzipierter, als eine, die sich über andere ereifert. Und dabei ständig damit beschäftigt ist, zu untermauern, wie intellektuell und ach so emanzipiert sie ist. Indem Sie kein Make-up trägt, dafuer aber nur Sachen, die an allen aufreizenden Stellen möglichst weit geschnitten sind.
Ich glaube ja, dass viele dieser Frauen erstens keine männlichen Freunde haben (zumindest auf keinen Fall coole Typen) und außerdem sind sie einfach bequemer. Denn während sie im Kreis sitzen, Yogi Tee trinken und Kumbaya singen, kommen wir gerade erst vom Spinning und schminken uns für ein Date mit einem Mann. Wir tun das für uns, denn wir sind eben lieber mit coolen Typen und entspannten Frauen zusammen. Frauen, die auch geschminkt und gepflegt Ihr Leben emanzipiert gestalten und Ihre Zeit nicht mit dem Aburteilen derer verbringen, bei denen es möglicherweise tatsächlich deutlich länger in der Maske bedürfte, um die fehlende innere und äußere Schönheit aufzumalen.
Schauen Sie zweimal hin, liebe Latzhosen-Fans. Auch geschminkte Frauen können schlau sein. Sollte Ihr Hass aus einer Unsicherheit heraus entstanden sein, lesen Sie Kolumnen wie diese - es ist nie zu spät, sich wirklich gut zu fühlen.
Marie Wellman

Marie Wellmann, die schönste Kolumnistin der Welt,
präsentiert Ihnen jede Woche ihre hilfreichen
Tipps, um noch schöner zu werden.
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