Auf zum Kiosk!
Seit letztem Mittwoch ist
die neue Ausgabe unseres
Brandenburg-Magazins
Der Fritz endlich erhältlich.
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Wo die Dumpling-Manufaktur ist,
haben wir mittlerweile herausgefunden:
Es ist die Dunckerstraße 60.
Nur wann sie eröffnet,
steht leider noch nicht fest.
Berlin Fashion Week Rückblick
13. Juli 2012
Synthetisches Donnergrollen, Scheinwerferlicht und dann steigt das erste Model die Stufen in das leere, blaugekachelte Schwimmbecken hinab. Es war eine der letzten Veranstaltungen der diesjährigen Fashion Week und eine außergewöhnliche noch dazu. Denn die Mode, die am Sonntagabend im Stadtbad Oderberger über den Laufsteg getragen wurde, stammte nicht von namhaften Designern, sondern von Studenten.
Das gesamte vierte Semester lang haben die Modedesign-Studenten der HTW an ihren Entwürfen gefeilt und nebenbei die komplette Show organisiert. Gruppenweise waren sie für die Anmietung der Location, das Casting der Models und die Erstellung des Ablaufplans verantwortlich. Da die Hochschule eine Modenschau dieser Größenordnung bisher nur alle drei Jahre finanzieren konnte, Anke Schlöder – Designerin und Dozentin im Fach Schnitt- und Kollektionsgestaltung – aber allen Studenten diese Erfahrung ermöglichen möchte, entstand die Idee der Selbstfinanzierung: „Jeder der 40 Studenten des 4. Semesters zahlt einen Betrag im Voraus, den er später wieder zurückbekommt. Sponsorensuche sowie Eintrittsgelder ermöglichen das Vorhaben.“
Doppelgänger – das Motto der diesjährigen Show – vereinte zwei Projekte, deren thematische Ausrichtung unterschiedlicher nicht sein konnte. Können Reiseklamotten individuell sein, fragte sich die erste Projektgruppe und fand mit ihren vielfältigen Outfits eine klare Antwort. Wiederkehrende Elemente an den männlichen Models waren allein die Reiseaccessoires: Taschen und Rucksäcke.
Die Entwürfe der zweiten Gruppe waren dagegen dem Thema entsprechend „Out of Mind“ und kaum alltagstauglich. Unter der Leitung von Anke Schlöder sollten die Studenten ihre eigene kreative Identität finden. Heraus kamen so experimentelle Outfits wie das von Studentin Anne Manns. Eine knielange, hoch abschließende Hose und ein ärmelloses Oberteil aus elastischem Neopren in Hauttönen vereinte sie mit gehäkelten Details an Arm und Händen. „Meine Inspirationsquelle war die Nicht-Abbaubarkeit von Plastik. Ich wollte das Unästhetische dieses Materials in etwas Ästhetisches verwandeln.“
Nach Wochen der Planung, Umsetzung und des Verwerfens sorgte die positive Resonanz des Publikums für Bestätigung und ausgelassene Stimmung bei den Studenten. „Ich bin einfach nur erleichtert!“, resümiert Anne Manns nach der Show.
(amd)