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Erfinderladen | Der Testmarkt für Ideen

       25. Oktober 2012       

In diesem Laden ist jeder richtig, der seine Erfindung auf ihr Potential hin testen möchte.  

Der Erfinderladen im Prenzlauer Berg ist vor allem eines: bunt. Die verschiedenen Erfindungen lassen das Geschäft auf den ersten Blick wie eine Spielwarenhandlung wirken. Und einige der hier zu findenden Entwicklungen dienen tatsächlich mehr der Dekoration und dem Spaß als einem praktischen Zweck - so wie der Leuchtstab, der als beschauliches Lichtspiel in eine leere Weinflasche gehängt wird oder die Dose „Alpenduft“, die ein originelles Geschenk sein kann.

Eine andere Idee, der Berliner Stadtplan aus Stoff, der sich leicht zerknautschen und verstauen lässt, ist hingegen nützlicher. Auch die bunten Getränkedosen von Fanta, Cola und Co., die als Schlüsselversteck dienen, machen was her. Doch die meisten der umgesetzten Ideen erinnern mehr an die Arbeiten von Daniel Düsentrieb als an zukunftsweisende Visionen wie die Glühbirne von Thomas Edison. Das meiste sind nette Geschenkideen mit mehr oder weniger großem Nutzen.

Hinter dem Erfinderladen steht das Erfinderhaus, dessen Gründer Gerhard Muthenthaler und Marijan Jordan sind. Die Hauptfrage der meisten Ideengeber heißt laut Jordan: „Wie kann ich meine Idee schützen?“. Dabei kommen die findigen Bastler aus allen möglichen Berufszweigen. Oft ist es nur eine Idee, die sie vorstellen, manchmal bieten sie auch bereits einen ersten Prototypen an. Der Weg von Idee oder Prototyp zum Testmarkt vollzieht sich in zwei Schritten: Zuerst prüft das Erfinderhaus den Ist-Zustand der Erfindung. Das heißt: „Ist dieses Produkt gut so oder muss es optimiert werden?“ sowie „Gibt es die Erfindung bereits am Markt?“ Im zweiten Schritt folgt der Schutz der Erfindung und die Suche nach optionalen Partnern, die diese finanzieren wollen.

Hat sich eine Erfindung als potentiell vermarktbar erwiesen, schafft sie es in den Erfinderladen. Zuerst wird sie nur in kleiner Stückzahl gefertigt, dann fällen die Kunden das Urteil, ob das Produkt zum Verkaufsschlager wird. Dafür liegen Fragebögen aus, die jeder Besucher ausfüllen kann. Insgesamt schaffen es rund 10 Prozent der angebotenen Ideen bis zur tatsächlichen Umsetzung. „Es ist ein Blumenstrauß von Ideen in verschiedenen Stadien, wir prüfen diese“, sagt Marijan Jordan.

Neben dem Erfinderladen gibt es den Erfindertag, der dieses Jahr am 9. November 2012 stattfindet. Hier stellen sich neue Erfinder mit ihren Ideen vor. Die Initiative des Erfinderhauses gibt es seit acht Jahren. Sie soll „das Image von Erfindern aufwerten“, so Jordan. Auf regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen des Hauses erfahren die Düsentriebs dieser Welt, welche Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung nötig sind und erhalten begleitende Unterstützung bei der Realisierung ihres Traumes.

(fh)

Erfinderladen, Lychenerstr. 8, Berlin-Prenzlauer Berg, Mo-Sa 11-20 Uhr


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