19.06.2013

Auf zum Kiosk!

Seit letztem Mittwoch ist

die neue Ausgabe unseres

Brandenburg-Magazins

Der Fritz endlich erhältlich.

13.06.2013

Wo die Dumpling-Manufaktur ist,

haben wir mittlerweile herausgefunden: 

Es ist die Dunckerstraße 60.

Nur wann sie eröffnet,

steht leider noch nicht fest.

30.05.2013

Street Art

Thierry Noir | Kunst mit Symbolkraft

       22. April 2013       

Street-Art Künstler Thierry Noir bemalte in den 80er Jahren die Mauer mit seinen bunten Kunstwerken, jetzt protestiert er gegen den Abriss.

Thierry Noirs „heads with big lips“ gehören zu den bekanntesten Werken der gesamten Berliner Street-Art Szene. 1982 kam der (Mauer)Künstler nach West-Berlin, und schon 1984 fing er an, die Mauer zu bemalen. Nicht zur Verschönerung, sondern zur Entmystifizierung eines Symbols von Tod und Unterdrückung. Die Mauer in der getrennten Hauptstadt zu bemalen war natürlich streng verboten, und Noir musste schnell aber sorgfältig arbeiten, um seine Stücke unentdeckt zum Ende bringen zu können. Vielleicht war das der Grund, dass einfache aber auffallende Linien und Colourblocking zum Markenzeichen seiner Kunst wurden.

Die bemalte Mauer wurde später zum Symbol der Berliner und europäischen Freiheit. Für Noir bleibt die Mauer aber, trotz der bunten Farben, ein Denkmal für die Leute, die während ihrer Fluchtversuche ums Leben kamen.

 

Genau deswegen gibt es seit ein paar Monaten starken Widerstand gegen die Pläne, die East Side Gallery aufzubrechen. Noirs Street-Art sowie einige andere der bedeutendsten Mauerbilder der Gallery sollen von einem Luxuswohnblock ersetzt werden. Um seine Kunst zu schützen, aber auch die Sicherheit der ganzen Mauerstrecke zu gewährleisten, war auch Noir in den letzten Wochen unter den Protestierenden bei der Gallery.

 

Manche Mauerstücke wurden schon entfernt, aber das Ende der Berliner Street-Art bedeutet das natürlich nicht. Noirs aktuelles Projekt befindet sich im nagelneuen Generator Hostel in Mitte. Im Erdgeschoss verwandelt er eine großflächige Mauer in ein Kunststück mit seinem einzigartigen, farbigen Stil. Schon bei der Ankunft im Hostel werden Touristen so einen Eindruck von der Kunstgeschichte der Hauptstadt bekommen und Menschen aus aller Welt werden sich unter den Augen von Noirs farbenreichen Portraits zum ersten Mal begegnen. So entwickelt sich die Kunst weiter als Merkmal der Freiheit und der Politik internationaler Grenzenlosigkeit.

 

(gs)

Generator Hostel, Oranienburger Straße 65, Berlin-Mitte, www.generatorhostels.com


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