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Literatur

Open Mike 2013 | Literaturnachwuchswettbewerb

       11. November 2013       

Nicht Außenseiter mit Schreibzwang, sondern professionalisierte Schreibschüler bilden den Schriftstellernachwuchs.

An diesem Wochenende fand im Neuköllner Heimathafen der wichtigste Nachwuchspreis für junge Schriftsteller statt. Dabei wurden 20 aus 600 eingeschickten Texten nacheinander im Wettbewerb von ihren Autoren vorgelesen, jeder Autor hatte dafür genau 15  Minuten Zeit. Die Teilnahmebedingung beim Open Mike sind streng: Die Autoren müssen jünger als 35 Jahre sein und dürfen keine eigenständigen Buchpublikationen haben.

Ein Blick in die Bio-Pics der Teilnehmer zeigt: Ein Großteil der Autoren hat an den Schreibschulen in Leipzig oder Hildesheim studiert. Dementsprechend professionalisiert ist der Wettbewerb. Die Autoren werden von einem Jurymitglied vorgestellt, dann lesen sie kommentarlos ihre Prosa vor, alle mit einer ähnlichen, leicht melancholischen Sprachmelodie.

1991 bei der Gründung der Literaturwerkstatt, dem Veranstalter des Open Mike, hieß es noch, sie solle ein „Ort lebendigen, literarischen Lebens“ sein. Heute ist die Literaturwerkstatt das wohl immernoch - nur heißt lebendiges, literarisches Leben nicht mehr Diskussion und Kritik, sondern Literaturbetrieb. Es geht darum, bekannt zu werden, zu veröffentlichen, Preise zu gewinnen, Geld zu verdienen. Deshalb ist das Open Mike für den Nachwuchs wichtig, um mit Literaturagenten, Verlegern, Lektoren und Juroren im Innenhof des Heimathafens rauchen zu können.

Allerdings hat in diesem Jahr der Autor mit der kürzesten Biographie gewonnen: „Dmitrij Gawrisch, 1982 in Kiew geboren, in Bern aufgewachsen, lebt seit 2010 in Berlin.“ Knapp, ganz ohne symbolisches Kapital wie die Preise, Studien und Förderungen, von denen die anderen Biographien überquellen. Und vielleicht kann man das ja als Statement der Jury lesen. Dimitrij Gawrischs Text heißt "Schaukelgestühlganse en bräume" und schon der Titel zeigt, auf welche Weise Gawrisch Alltagswörter spielerisch und detailliert auseinander nimmt und dabei humorvoll die sozialen Auswirkungen von Sprachbarrieren umkreist.  (jor)

 


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