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Kunst

nGbK | Love Aids Riot Sex 2

       10. Februar 2014       

Die zweiteilige Ausstellung „Love Aids Riot Sex 1 & 2“ reflektiert die Ursprünge
des Aids-Aktivismus und setzt sie in aktuellen Kontext.

Als in den späten 1980er-Jahren die Aids-Krise die Öffentlichkeit erschütterte, versetzte das die Welt in Endzeitstimmung. Für Infizierte war die Lage hoffnungslos – vor allem, wenn sie ohnehin schon von der Gesellschaft wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Lebensstils stigmatisiert und ausgegrenzt wurden. Aids-Aktivisten setzten sich dem heftig zur Wehr. Der daraus entstandene kraftvolle und künstlerische Diskurs liefert den Stoff für die Ausstellungsreihe „Love Aids Riot Sex“ in der „neuen Gesellschaft für bildende Kunst“, kurz nGbK.

Während im ersten Teil der Ausstellung Ende 2013 Werke aus den Jahren 1987 bis 1995 gezeigt wurden, widmet sich der aktuelle zweite Teil dem Zeitraum ab 1995. Die vorherrschende Verzweiflung sowie Entrüstung, die noch zu Beginn der Reihe deutlich wurde, weicht in „Love Aids Riot Sex 2“ stilleren, biografischeren Darstellungen. Aids als Thema steht nicht mehr im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeiten, deren Fokus sich vom öffentlichen Diskurs auf den privaten Raum verschoben hat. Gezeigt werden sehr intime, persönliche Portraits, aber auch kritische Auseinandersetzungen mit der Pharmaindustrie, die sich mit antiretroviralen Mitteln am HI-Virus bereichert. So deklariert eine Leuchttafel der Künstler Elmgreen & Dragset: „Aids is good Business for Some“. Ein Wandbild von Susi Pop greift das Pop Art-Werk „Love“ von Robert Indiana auf und vertauscht die Worte Love und Aids.

Auf diese Art gerät der Betrachter in Konflikt zwischen ästhetischem Wohlgefallen und Erschrecken über die inhaltliche Bedeutung, die in so krassem Kontrast zur optischen Oberfläche steht. Und der Ausstellung „Love Aids Riot Sex 2“ gelingt es so, den Aids-Diskurs, der heute weitestgehend von der Oberfläche verschwunden ist, zu reaktualisieren und unser aktuelles Bild von Aids zu überdenken. 

(mes)

Love Aids Riot Sex 2, nGbK (neue Gesellschaft für bildende Kunst), Oranienstraße 25, Berlin-Kreuzberg, www.ngbk.de, noch bis 9. März 2014


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