Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Wieder was Neues im alten Westen!
Die Vesper Bar eröffnet heute Abend
am Kurfürstendamm 160. Nur
geladene Gäste sind heute willkommen,
ab morgen kann jeder in die Bar im Bond-Stil.
Ausstellung
09. November 2012
Altern, Vergessen, Verblassen und schließlich Sterben – der natürliche Prozess des Lebens kommt für die Angehörigen eines älteren Menschen durchaus einem langsamen Verlassenwerden gleich. Die Fotografin Claudia Rorarius hat diesen Prozess des langsamen Abschiednehmens von ihrer Großmutter in Analog-Fotografien festgehalten, die auf eindringliche Weise den unaufhaltsame Verfall zeigen, ohne der geliebten Oma dabei die Würde zu nehmen. Im Gegenteil, in jeder Fotografie spiegelt sich der behutsame und besorgte Blick auf den geliebten Menschen, den man auf seinem Weg nur begleiten, ihm aber nicht folgen kann.
Aber das ist nur ein Teil der Ausstellung „Leaving else“, die Rorarius seit gestern in der Galerie Axel Obiger zeigt. Fast zwei Drittel der Ausstellung sind Fotografien, die Rorarius an verschiedenen Orten rund um die Welt, in Argentinien, Frankreich und Spanien gemacht hat. Es sind Landschaftsaufnahmen, Porträts und Alltagsszenen und sie passen zu den Aufnahmen der Großmutter, weil sie als eine Art Gegenbewegung interpretiert werden können. Beim Reisen geht es in gewisser Weise ja auch um das Verlassen, das Verlassen der Heimat, dann die Abreise des neuentdeckten Ortes in der Fremde. In diesem Fall aber hat der Reisende den Prozess selbst in der Hand. „Das Ganze war eher ein unterbewusster Prozess, mir war auf irgendeine Weise bei diesen Aufnahmen bewusst, dass sie etwas mit denen von meiner Großmutter zu tun haben, aber eben auf einer assoziative Ebene“, erzählt Rorarius
Natürlich werfen die Fotografien von fremden Ländern auch noch einen postitiven Schein auf den Alterungsprozess der Großmutter, immerhin kann man diesen ebenfalls als Reise in eine neue, fremde Welt nach dem Tod verstehen. Und so kommt die Fotografin ihrer Oma vielleicht doch wieder näher, indem sie auf eine andere Weise versucht, deren Reise nachzuvollziehen.
Im nächsten Jahr sollen die Fotografien übrigens auch als Buch erscheinen, der genaue Termin steht aber noch nicht fest. Die Ausstellung findet im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie statt.
(azi)
Leaving else, Claudia Rorarius, 9.11. bis 11.11., Galerie Axel Obiger, Brunnenstraße 29, Berlin-Mitte, Tel. +49 30 76 23 63 76, www.axelobiger.com
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