Auf zum Kiosk!
Seit letztem Mittwoch ist
die neue Ausgabe unseres
Brandenburg-Magazins
Der Fritz endlich erhältlich.
Auf zum Kiosk!
Seit letztem Mittwoch ist
die neue Ausgabe unseres
Brandenburg-Magazins
Der Fritz endlich erhältlich.
Wo die Dumpling-Manufaktur ist,
haben wir mittlerweile herausgefunden:
Es ist die Dunckerstraße 60.
Nur wann sie eröffnet,
steht leider noch nicht fest.
Trinken
25. Mai 2012
(1) Bonanza Coffee Roasters
Die Anhänger der sogenannten „Third Wave Coffee“-Bewegung haben eine Mission: den Kaffee ähnlich wie Wein immer weiter zu veredeln. Der Coffee-Shop in der Oderberger Straße gehört zu den Berliner Pionieren der Third-Wave-Bewegung. Mitten im Laden liegen Kaffeesäcke, steht eine Röstmaschine vor unverputzten Wänden. Es wirkt wie ein Provisorium, durch das beständig der unwiderstehliche Duft von frisch geröstetem und gemahlenem Kaffee weht. Dass der Premium-Kaffee nicht unbedingt teurer sein muss als ein süßliches Milchschaum-Ungetüm bei Starbucks, zeigt ein Blick auf die Tafel: der Caffe Latte für 2,90 Euro, der Flat White – mit ganz wenig Schaum – für 2,50 Euro.
Oderberger Straße 35, Berlin-Prenzlauer Berg, Tel. +49 171-563 07 95, www.bonanzacoffee.de
(2) No More Sleep
Keine Espresso-Variante, sondern: Filterkaffee. Langsam fließt heißes Wasser in einen weißen Keramikfilter, sickert durch frisch gemahlene Kaffeebohnen und sammelt sich in einem hohen Glas, wie es der Gast von einem Latte macchiato kennt. Michael Flingelli, 25, ist einer von zwei Chefs im Café No More Sleep und bevorzugt die Bezeichnung „Brewed Coffee“. Er räumt aber ein, dass diese neueste Spielart des Kaffeegenusses an Omas Kaffeetafel erinnert. Das stets frisch zubereitete Endprodukt schmiegt sich dezent an den Gaumen, schmeckt deutlich stärker als ein Espresso. „Die Leute kommen extra wegen des Brewed Coffees zu uns“, sagt Flingellis Kompagnon Ariel Levin, ebenfalls 25.
Mulackstraße 26,Berlin-Mitte
(3) Double Eye
Schon seit zehn Jahren wird im Double Eye in Schöneberg anspruchsvolle Coffee-to-go-Kultur zelebriert. Mit großem Erfolg – an vielen Tagen reicht die Schlange der Kunden bis vor die Tür. Besitzer Arno Schmeilsetzt auf Stammkundschaft und weniger auf trendbewusste „Mitte-Spinner“. Er wünscht sich Kunden, die zu ihm kommen, weil sie den Kaffee mögen und die Qualität der Bohnen erkennen. „Kaffee ist ein Stück Lebensqualität, das mittlerweile zum Tag einfach dazugehört“, sagt Schmeil.
Akazienstraße 22, Berlin-Schöneberg, +49 179-456 69 60, www.doubleeye.de
(4) The Barn
Ralf Rüller vom Coffee-Shop The Barn in der Auguststraße nimmt seine Brüh-Utensilien sogar mit in den Urlaub. Wer einmal auf den Geschmack des perfekten Kaffees gekommen ist, wolle nichts anderes mehr trinken, sagt er. Rüller präsentiert seine besonders hell gerösteten Bohnen, die noch mehr Geschmack als die konventionell dunkel gerösteten haben, erwähnt die Demeter-Milch, die exakt zwischen 52 und 62 Grad erwärmt wird, erläutert die Espresso-Shots, die mindestens 20 Gramm Espresso haben – alles Details, die die Qualität erklären. Bereits jeder fünfte Kunde zeigt sich bei der morgendlichen Bestellung experimentierfreudig und lässt sich statt einer Espresso-Variante lieber eine Tasse „Brewed Coffee“ zubereiten. Zudem profitiert The Barn stark von einer englischsprachigen Kundschaft. Viele entpuppen sich gar als „Coffee-Shop-Touristen“, die sich in Blogs, Internetforen oder per Facebook und Twitter austauschen und gezielt Coffee-Shops in Berlin ansteuern.
Auguststraße 58, Berlin-Mitte, Tel. +49 151-24 10 51 36, www.thebarn.de
(5) Passenger Espresso
Der australisch-neuseeländische Flat White wird auch in der Kreuzberger Kaffeebar Passenger Espresso gern bestellt. Es liegt feiner Kaffeegeruch in der Luft, die Gäste hängen locker auf Bänken und schwatzen auf Englisch. Angefangen haben der Neuseeländer Garth Gregory und sein Kollege Jan Schieffer einst mit einem mobilen Verkauf auf Festivals wie dem Karneval der Kulturen. Über die wachsende Konkurrenz an guten Coffee-Shops zerbrechen die beiden sich nicht den Kopf: „So kommen die Leute auf den Geschmack von gutem Kaffee“, sagt Garth. Immer häufiger komme es vor, dass Kunden zunächst dem Barista über die Schulter schauen, während er den Espresso macht, bevor sie einen Kaffee bestellen. „Wir wollen ein gutes Produkt bieten: schnell, mit gleichbleibender Qualität und ohne viel Chichi.“
Oppelner Straße 45, Berlin-Kreuzberg
Kommentar hinzufügen