Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
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dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Wieder was Neues im alten Westen!
Die Vesper Bar eröffnet heute Abend
am Kurfürstendamm 160. Nur
geladene Gäste sind heute willkommen,
ab morgen kann jeder in die Bar im Bond-Stil.
Kochen
18. Mai 2012
Als Vorspeise wird eine Süßkartoffelsuppe (Babazapo) von der Elfenbeinküste serviert. Der Hauptgang ist Marinierte Poularde (Yessa) aus dem Senegal und zum Nachtisch gibt’s Erdnusskaramell (Calamel) von der Elfenbeinküste.
Auch wenn es noch kein Massenphänomen ist – die afrikanische Küche erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allem bei Menschen, die Lust haben über den westlich- kulinarischen Tellerrand hinaus zu schmecken. Zu jenen zählen sich auch die geladenen Gäste unseres achten Nachgekocht-Menüs, die allesamt freudig auf das Dinner warteten. Und das Warten hat sich gelohnt, denn das ungewöhnliche Zusammenspiel der verschiedenen Aromen sorgte für angenehme Hitzewallungen.
Vorspeise: Babazapo - Süßkartoffelsuppe von der Elfenbeinküste
Zutaten (8 Personen):
5 Schalotten, 4 große Süßkartoffeln, 25 g Butter, 2 EL Olivenöl, 1 TL Voodoo Food Lustgewürz (bestehend aus Cayennepfeffer, Ingwer, Kardamom, Muskatnuss, Nelken, Rosenblätter, Sellerie, Zwiebeln, Salz) 1 TL Crème fraîche und Schnittlauchröllchen
Zubereitung:
Die Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. Die Süßkartoffeln ebenfalls schälen und in ca. 2 cm. dicke und breite Würfel schneiden, das bedarf etwas Kraft. Das Olivenöl und die Butter zusammen in einen Topf geben, kurz warm werden lassen, dann die Schalottenwürfel dazugeben und glasig dünsten. Anschließend die Süßkartoffeln dazugeben, einmal kräftig mit den Schalotten vermischen und dann 750 ml Wasser angießen. Das Ganze 15 bis 20 Minuten kochen lassen und erst die Hitze runter drehen wenn die Kartoffeln sehr weich sind. Cayennepfeffer, Ingwer, Kardamom, Muskatnuss, Nelken, Rosenblätter in einem Mörser zusammenmischen. Feine Sellerieblätter und Zwiebeln hauchdünn hacken und mit den Gewürzen vermischen und alles zusammen zu einer Paste mörsern. Jetzt hat man das für das Gericht unverzichtbare Voodoo Lustgewürz, das mit etwas Salz und Crème fraîche unter die Suppe gehoben wird. Anschließend die Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Die Suppe mit den Schnittlauchröllchen bestreuen und lauwarm servieren.
Hauptgang: Yessa - Marinierte Poularde aus dem Senegal
Zutaten (8 Personen): 1 Poularde, 6 Zwiebeln, 200 ml frisch gepresster Limettensaft, ½ TL Cayennepfeffer, Salz, 3 EL scharfer Senf, frisch gemahlener Pfeffer, 3 EL Erdnussöl.
Zubereitung:
Die Poularde waschen, trocken tupfen, in acht Stücke zerteilen und in eine Schüssel legen. Anschließend die Zwiebeln schälen, in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Limettensaft, Salz und Cayennepfeffer zu einer Marinade verrühren. Dann die Marinade über die in der Schüssel liegenden Poulardestücke gießen und die Schüssel mit einem frischen Küchentuch zudecken und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Nach 30 Minuten die Poulardestücke einzeln in eine flache Schale legen, mit Senf bestreichen und nochmal 15 Minuten ziehen lassen. Jetzt das Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch goldbraun anbraten. Die übrig gebliebene Marinade in einen Topf umfüllen und erhitzen. Dann das Fleisch dazu geben, falls die Marinade nicht reicht, um das gesamte Fleisch zu bedecken, mit etwas Wasser aufgießen. Anschließend bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten garen lassen. Es empfiehlt sich zwischendrin immer wieder zu testen, ob das Fleisch schon gar ist. Die marinierte Poularde mit Reis servieren.
Nachspeise: Calamel – Erdnusskaramell von der Elfenbeinküste
Zutaten: 400 g Zucker, 600 g geröstete gehackte Erdnüsse, 2 EL Erdnuss- oder anderes Pflanzenöl
Zubereitung:
Den Zucker in einer Pfanne bei sehr niedriger Temperatur zum schmelzen bringen. In den geschmolzenen Zucker die gehackten Erdnüsse geben und die Masse mit einem Holzlöffel so lange rühren bis sie goldbraun ist. Anschließend die Masse auf Backpapier ausrollen, auskühlen lassen und dann in Stücke gewünschter Größe schneiden.
Handhabung und Fazit:
Über 90 Rezepte aus ganz Afrika vereint das Voodoo Food Kochbuch, darunter auch weitaus exotischere als das hier vorgestellte. Dennoch sind die Rezepte so ausgewählt, dass es möglich ist, sie auch hierzulande ohne all zu großen Aufwand nachzukochen. Ein zusätzliches Highlight sind die Gewürzmischungen die Dr. Dodo Liadé dazu veranlassen von Voodoo Food zu sprechen. In dem Vorwort schreibt er dazu, dass Voodoo positive Magie bedeute, die auch von den Gewürzen und ihren Wirkungen ausgeht. Für unsere Vorspeise, benötigten wir eine Gewürzmischung, die im Kochbuch als Lustgewürz bezeichnet wird. Einziger Haken an der selbstgebastelten Gewürzmischung, wir hatten Probleme die dafür nötigen Rosenblätter zu erstehen. Aber auch so hat die Gewürzmischung ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Süßkartoffelsuppe sorgte für das interessanteste Geschmackserlebnis des gesamten Menus. Auch das Hauptgericht überzeugte durch die ungewöhnliche Kombination von Poularde und der Säure des Limettensaftes. Der Nachtisch dagegen war eine ziemlich trockene Angelegenheit, so dass wir uns dazu entschieden haben, die Erdnusskaramellstücke mit Ananas und Bananenpüree zu servieren. Während man dies noch mit den europäischen Ansprüchen an ein Dessert erklären kann, gibt es an dem gesamten Kochbuch einige Mängel, die leider recht ärgerlich sind. Der Nachteil liegt vor allem am dem Layout. Recht ambitioniert mit großen bunten Illustrationen kommt es daher und wirkt auf den ersten Blick interessant. Dafür fehlen allerdings die Bilder der fertigen Speisen, die bei dem Nachkochen der unbekannten Gerichte eine wichtige Hilfe wären. Außerdem ist es nicht nachvollziehbar, warum die Herkunftsländer der Gerichte und die Rezepte selbst in einer sehr kleinen Schriftgröße abgedruckt sind und zwei Drittel der Seiten leer bleiben. Auch die Mengenangaben fehlen leider bei den Rezepten. Trotz dieser deutlichen Minuspunkte ist das Kochbuch empfehlenswert, weil es eines der wenigen seiner Art ist und eine große Bandbreite der afrikanischen Küche vorstellt. (nas)
Voodoo Food. Magie der afrikanischen Küche von Dodo Liadé erschienen bei Edition Styria, Preis: 29,95 €; www.voodoofood.de
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