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Der Fritz endlich erhältlich.
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Wo die Dumpling-Manufaktur ist,
haben wir mittlerweile herausgefunden:
Es ist die Dunckerstraße 60.
Nur wann sie eröffnet,
steht leider noch nicht fest.
Alltag
15. Januar 2013
Ich bin Frischluftfanatikerin, begeisterte Skifahrerin und schwimme lieber in Salzwasser als im Prinzenbad. Daher habe ich bisher Sport an der Berliner Luft den klimatisierten Fitnessstudios dieser Stadt vorgezogen: Joggen (Frequenz von Januar bis Dezember abfallend), Fahrradfahren (gezwungenermaßen), Tischtennis auf dem Spielplatz (haha). Also machen wir uns nichts vor, auch wenn uns die Globetrotter Megastores auf tausenden Quadratmetern das Gegenteil suggerieren: Der Durchschnitts- Großstädter kommt leider äußerst selten in die Verlegenheit, an den Adrenalin steigernden Outdooraktivitäten dieser Welt teilzunehmen. Es sei denn er hat das nötige Kleingeld und viel Zeit, um mit seinem Grand Cherokee Steilfelsen und Weltmeere zu erreichen. Aber welche sportiven Möglichkeiten bleiben mir ohne Expeditionszelt, Marschkompass oder Reisekajak?
Als Alternative zum Fitnesscenter hatte ich mich vor einigen Jahren in einen Rollerbladekurs für Anfänger gewagt (das war kurz vor der ersten Schwangerschaft). Endlich wollte ich die kleinen Tricks und Kniffe lernen, um lässig über Bürgersteige zu rollen, ohne Autospiegel oder Passanten als Bremsen zu missbrauchen. Ich schaffte es in acht Wochen, meinen Bremsweg von 150 auf 50 Meter zu verringern, mehr auch nicht. Sollten meine Kinder eines Tages auf die Idee kommen, mit mir Bladen zu wollen, fahre ich mit ihnen in den Volkspark Friedrichshain. Da kann ich als uncoole Mutti mit Helm, Knie- und Ellbogenschützern im Kreis rollen, ohne erkannt zu werden.
Zwischen Kind eins und Kind zwei versuchte ich es mit Reiten. „Reiten trainiert wunderbar den Beckenboden nach einer Geburt“, hatte ich gelesen. Mein altes Hobby aus Teenie-Tagen ließ zunächst viel Spaß und eine Wiederkehr jugendlicher Gefühle in mir aufkommen. Dann fiel ich vom größten Hengst des Reitstalles und das „Glück dieser Erde“ war dahin. Fortan bekam ich bei jedem Pferdefurz in der Reitstunde eine Panikattacke und musste einsehen, dass Reiten nicht mehr der richtige Sport für mich ist (oder anders formuliert, dass ich ein Schisser geworden bin). Mit Kindern nimmt die Risikobereitschaft deutlich ab und das Sicherheitsdenken zu, so sehr man sich auch dagegen wehrt...
Bei meinen Recherchen nach dem ultimativen, risikoarmen Sport für Städter Ü30 stieß ich auf den Tanzsport (niedrige Absatzschuhe vorausgesetzt). Beim Salsa kann man beispielsweise wunderbar jegliche Muskelgruppen sowie die Koordination trainieren und gleichzeitig qualitative Zeit mit dem Partner verbringen. Paartanz ist definitiv schweißtreibend, jedoch mit Vorsicht zu genießen. Die Sicherheit (im Vergleich zu Extremsportarten) bezieht sich nämlich ausschließlich auf die geringere Wahrscheinlichkeit eines Sportunfalles, also auf die Physis. Gerade bei psychisch labilen Neueltern könnten Diskussionen um kompakte Schrittfolgen, komplizierte Drehungen oder die Frage „WER führt hier eigentlich WEN?“ dagegen im Fiasko enden. Fazit 1: Paartanz gleicht einer Paartherapie. Geht man andererseits ohne Partner zum Tanzen, beispielsweise mit einer Mutti oder gar Single- Freundin in die „Cubanische Nacht“, kann man bei heißen Salsa-Rythmen und unzähligen Caipi`s nun wirklich nicht mehr von Sport sprechen. Fazit 2: Paartanz kann eine Paartherapie nach sich ziehen.
Nun ist das neue Jahr schon zwei Wochen alt und meine guten Vorsätze in punkto „regelmäßiger Sport in 2013“ schlummern vor sich hin. Vielleicht sollte ich es doch mal mit einem Fitnessstudio probieren?
(sjb)
aha - Salsa - es gibt doch Buggie walking - fuer super 2 fach mama.
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