Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Wieder was Neues im alten Westen!
Die Vesper Bar eröffnet heute Abend
am Kurfürstendamm 160. Nur
geladene Gäste sind heute willkommen,
ab morgen kann jeder in die Bar im Bond-Stil.
Alltag
18. Dezember 2012
Als mein Freund während des Tatorts zu mir sagt „Mir wird vom Geruch deiner Reiswaffel übel!“, ist mir klar, dass er uns erwischt hat, der grassierende Magen-Darm-Virus. Als hätte ich geahnt, dass uns die Vorweihnachtszeit in diesem Jahr wieder eine Katastrophe nach der anderen beschert, hatte ich mit meinen Vorsätzen gebrochen und alle möglichen Weihnachtseinkäufe (von Lebkuchen über Tannengrün bis zu Nikolausgeschenken) schon vor dem ersten Dezember getätigt.
Allerdings frage ich mich, für wen ich Mitte November Weihnachtsplätzchen gebacken habe, wenn wir uns nun von Salzbrezeln und Buchstabensuppe ernähren. Dieser fiese Virus zwingt aber nicht nur meine Familie, sondern gleich die komplette Kita in die Knie, so dass die Erzieher Notstand ausgerufen haben und ich inzwischen die zweite Woche die Kids zuhause habe. Die Zeit wird produktiv genutzt (wer weiß, was noch so kommt) und so sind wir mit Sicherheit die Ersten im Umfeld, die bereits ihren Weihnachtsbaum aufgestellt und fertig geschmückt haben.
Apropos Baumschmuck, wer diese Kolumne schon länger verfolgt, mag sich erinnern, dass mein Freund vor genau zwölf Monaten vergeblich nach Ersatzglühlampen für, Zitat, „billigproduzierte Schrott-Lichterketten aus China“ suchte. Um dieses zusätzliche Streitpotential zwischen uns in diesem Jahr zu entgehen, habe ich spontan während eines Salzbrezel- und Buchstabensuppeneinkaufes im Lidl zugeschlagen und freudig die letzten zwei Packungen LED-Kerzenlichterkette ergattert. Meine Freude hielt aber ebenso wenig wie das Versprechen der energiesparenden LEDs von „warm-weißem Licht“. Der Hersteller aus UK ist entweder farbenblind oder frisch verliebt mit rosa Brille, denn jedes OP-Licht im Krankenhaus ist eine romantische Sonnenröte gegen das kalt-nüchterne Licht unseres diesjährigen Weihnachtsbaumes.
Ein weiterer Lidl-Fehlkauf von mir betrifft die kürzlich erworbene Schlitten-Rückenlehne mit der Idee, den Großen und die Kleine künftig zusammen auf einem Schlitten in die Kita bringen zu können. Der Slogan „Mehr Sicherheit für Ihre Kleinsten beim Rodelspaß!“ hatte mich überzeugt, wie wahrscheinlich alle Mütter, wenn die Worte Sicherheit und Ihre Kleinsten in einem Satz vorkommen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass unterschiedliche Schlittenhersteller individuelle Größen für Sitze und sonstiges Schlittenzubehör haben… Achtung: Tausche Colint- gegen Davos-Rückenlehne oder Davos- gegen Colint-Schlitten! Was mich auf ein weiteres Praxis-Beispiel von Inkompatibilität bringt, das mich kürzlich Zeit und Nerven gekostet hat: SIM-Karten von Smartphones und der Service von Telefonanbietern. Ich verzichte hier auf die Einzelheiten, denn unsere Vorweihnachtskatastrophen scheinen kein Ende zu nehmen (Und dabei habe ich noch nicht mal den kaputten Warmwasserboiler am zweiten Advent oder die zugefrorene Heckklappe unseres Autos erwähnt).
Als ich nun am vergangenen Montag bei Schneeverwehungen und minus fünf Grad versuchte, unsere weinende Tochter im Kinderwagen durch den Neuschnee zu schieben und gleichzeitig meinen Sohn auf dem Schlitten zu ziehen (Alle zehn Meter: „Mama, meine Nase läuft!“), fragte ich mich, was ich eigentlich am Schlimmsten finde an diesen Vorweihnachtstagen: Über der Kloschüssel zu hängen, telefonisch vom Rest der Welt abgeschnitten zu sein oder kein warmes Wasser zu haben. In jedem Fall eine Kombination, die auch den letzten Optimisten um die sinnliche Adventsstimmung bringen kann.
(sjb)
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